Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Proteine)

Makronährstoffe sind Nährstoffe, die dem Körper in grösseren Mengen zugeführt werden und primär der Energieversorgung sowie dem strukturellen Aufbau dienen. Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Fette und Proteine. Sie bilden die mengenmässig wichtigsten Bestandteile unserer täglichen Ernährung.

Makronährstoffe kommen sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln vor. Ihre chemische Struktur, ihr Vorkommen und ihre ernährungsphysiologische Rolle sind Gegenstand der Ernährungswissenschaft.

Im Rahmen Allgemeiner Ernährungsinformationen werden Makronährstoffe neutral beschrieben – ohne Bewertung einzelner Ernährungsformen oder Lebensmittel.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind organische Verbindungen, die aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehen. Sie kommen vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vor, da sie Bestandteil der pflanzlichen Photosynthese sind.

Man unterscheidet:

  • Einfachzucker (Monosaccharide)
  • Zweifachzucker (Disaccharide)
  • Mehrfachzucker (Polysaccharide)

Typische Quellen für Kohlenhydrate sind Getreideprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse.

In der Ernährungswissenschaft werden Kohlenhydrate unter anderem hinsichtlich ihrer Struktur, ihrer Verdaulichkeit und ihres Beitrags zur Energiezufuhr betrachtet. Dabei steht die sachliche Einordnung im Vordergrund.

Fette

Fette – auch Lipide genannt – sind energiereiche Makronährstoffe. Chemisch bestehen sie überwiegend aus Fettsäuren und Glycerin. Fette kommen sowohl in pflanzlichen Ölen als auch in tierischen Lebensmitteln vor.

Unterschieden wird unter anderem zwischen:

  • gesättigten Fettsäuren
  • einfach ungesättigten Fettsäuren
  • mehrfach ungesättigten Fettsäuren

Diese Einteilung basiert auf der chemischen Struktur der Fettsäuren.

Fette erfüllen im Körper verschiedene strukturelle und funktionelle Aufgaben. Zudem dienen sie als Träger fettlöslicher Vitamine. Im Rahmen sachlicher Ernährungsinformationen werden Fette hinsichtlich Zusammensetzung und Vorkommen beschrieben.

Proteine

Proteine, auch Eiweisse genannt, bestehen aus Aminosäuren. Sie sind strukturelle Bestandteile von Zellen und Geweben und kommen in nahezu allen Lebensmitteln vor.

Proteinquellen können pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sein. Pflanzliche Quellen sind beispielsweise Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse und Samen.

Die Einordnung von Proteinen erfolgt auf Basis ihrer Aminosäurezusammensetzung und ihrer biologischen Funktion. Ernährungswissenschaftliche Betrachtungen konzentrieren sich auf Bedarfswerte, Strukturmerkmale und Stoffwechselprozesse.

Makronährstoffe im Zusammenspiel

Makronährstoffe wirken nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel. Eine ausgewogene Ernährung berücksichtigt alle drei Hauptgruppen in angemessenem Verhältnis.

Ernährungsgesellschaften veröffentlichen Orientierungswerte für die Verteilung von Makronährstoffen. Diese dienen der allgemeinen Information und stellen keine individuelle Empfehlung dar.

Die sachliche Darstellung von Makronährstoffen trägt dazu bei, grundlegende Zusammenhänge verständlich zu machen – ohne einzelne Nährstoffe zu überhöhen oder zu bewerten.